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Geschichte

Über 350 Jahre Schule in Ohlstadt – von einem Schulmeister ohne Schulhaus bis zum heutigen Gebäude an der Schulstraße.

Von den Anfängen bis heute

  1. ab 1650

    Erster nachweisbarer Unterricht

    Bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden die Ohlstadter Kinder nachweislich von dem in Partenkirchen geborenen „Schuellmaister“ Jakob Schorn unterrichtet. Wie der Unterricht damals ablief, ist nicht überliefert. Sicher ist nur: Ein eigenes Schulhaus gab es nicht, und die Teilnahme war freiwillig.

  2. 18. Jh.

    Eine Herzogin stiftet die Schule

    Die Erkenntnis, dass das Wohl eines Staates von der Erziehung seiner Jugend abhängt, und eigene Beobachtungen während ihrer Aufenthalte in Schwaiganger veranlassten Herzogin Maria Anna von Bayern (1722–1790), der Gemeinde Ohlstadt eine Schule zu stiften.

  3. 1789

    Der erste amtliche Lehrer

    Am 16. Dezember 1789 wurde Thomas Bruckmair als erster amtlicher Lehrer in Ohlstadt eingesetzt. Neben vielen Verdiensten für den Ort und seine Menschen gilt er heute zu Recht als Begründer des bekannten Ohlstadter Obstanbaus.

  4. 1864

    Erweiterungsbau

    Wegen der ungesunden Bauart, der Enge und der Feuchtigkeit des Raumes nahm die Gemeinde endlich einen Erweiterungsbau in Angriff. 35 Jahre später war das Schulhaus schon wieder zu klein: Zwei weitere Schulsäle wurden mit einem Kostenaufwand von rund 17.000 Reichsmark angebaut.

  5. 1937

    Neubau an der Schulstraße

    Am 1. November 1937 wurde ein Schulhausneubau mit vier Klassenzimmern an der Schulstraße eingeweiht. Dass bereits neun Jahre später – durch die nach dem Zweiten Weltkrieg sprunghaft gestiegene Bevölkerungszahl – eine Klasse ins Rathaus ausgelagert werden musste, ahnte damals noch niemand.

  6. 1962

    Verlängerung nach Norden

    Erst 1962 konnten drei weitere Schulräume und ein Handarbeitszimmer verwirklicht werden, indem das Hauptgebäude nach Norden verlängert wurde. Ab 1988 musste sogar das 43 Quadratmeter kleine Handarbeitszimmer als Klassenzimmer dienen, damit acht Klassen unterrichtet werden konnten.

  7. 1992

    Das Haus platzt aus allen Nähten

    Ab dem Schuljahr 1992/93 war die Volksschule neunteilig. Als Ausweichraum für die neunte Klasse blieb nur der Turngeräteraum im Keller. Die Geräte wanderten in den Gang, der Raum wurde saniert und mit neuem Gestühl und Tafel ausgestattet.

  8. 1993

    Architektenwettbewerb

    Nach dem von der Schulleitung aufgestellten Raumprogramm und der Zustimmung der Regierung schrieb die Gemeinde einen Architektenwettbewerb für einen Erweiterungsbau und eine neue Turnhalle aus. Im Dezember 1993 erhielt aus 20 eingegangenen Modellen das Architekturbüro Felix und Jonas (München) den Zuschlag.

  9. 1995

    Erster Spatenstich

    Die Gemeinde entschloss sich, den Bau in mehrere Phasen zu teilen, und baute zunächst nur die dringend erforderlichen zwei Klassenzimmer im Südanbau. Während dieser Bauphase wurde eine Klasse in den Lesesaal des Rathauses ausgelagert. Im Frühjahr 1997 beschloss man dann doch den gemeinsamen Bau von Flügelbau mit Pausenhalle im Norden und Turnhalle.

  10. 1999

    Einweihung von Neubau und Turnhalle

    Ende 1997 stand der Rohbau. Am 6. Dezember 1999 wurde der Neubau – noch nicht ganz fertig – samt Turnhalle eingeweiht. Das Projekt einer Freiklasse im Pausenhof wurde fallengelassen.

  11. ab 2007

    Renovierung des Altbaus

    2007 begann die Renovierung des Altbaus: Vier Klassenzimmerböden wurden erneuert, der Kellerflur fertiggestellt. In den Sommerferien 2009 wurden im Zuge einer Außendämmung auch die Fenster erneuert.

Aufgezeichnet in Ohlstadt, Juni 2009.